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Was bedeutet neuromuskuläre Elektrostimulation?

Neuromuskuläre Elektrostimulation, abgekürzt NMES, ist ein Verfahren, bei dem elektrische Impulse über Elektroden auf der Haut die Nerven eines Muskels reizen. Der Muskel zieht sich daraufhin zusammen, ohne dass die Person die Bewegung selbst ansteuert. Das Verfahren wird im Sport, in der Prävention und im medizinischen Bereich eingesetzt. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Einsatzfeld erheblich.

Neutrales Stimulationsgerät mit Kabeln und Elektroden als Symbolbild für NMES.
Symbolbild. Das Bild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt.

Wie der Reiz zur Kontraktion führt

Ein Muskel zieht sich zusammen, wenn ihn ein Nervensignal erreicht. Normalerweise kommt dieses Signal aus dem Gehirn. Bei der Elektrostimulation kommt es von außen: Ein Gerät sendet kurze Stromimpulse durch die Haut, die den motorischen Nerv erregen. Der Muskel unterscheidet nicht, woher das Signal stammt.

Das erklärt, warum die Anwendung passiv heißt. Die Person muss die Bewegung nicht kennen, nicht koordinieren und nicht willentlich auslösen.

Die Größen, um die es geht

Drei Parameter beschreiben einen Impuls: die Frequenz in Hertz, also die Zahl der Impulse pro Sekunde, die Impulsdauer und die Intensität. Die Frequenz bestimmt maßgeblich, welche Art von Kontraktion entsteht. Niedrige Frequenzen erzeugen einzelne Zuckungen, höhere eine anhaltende Kontraktion.

Welche Einstellung für welches Ziel passt, ist Gegenstand der Trainingswissenschaft und gehört in die Hand der Person, die ein Gerät entwickelt oder eine Anwendung anleitet.

Wo das Verfahren eingesetzt wird

Das Verfahren stammt aus der Trainings- und Bewegungswissenschaft und wird dort seit Jahrzehnten eingesetzt. Wo es medizinisch angewendet wird, geschieht das mit Medizinprodukten unter fachlicher Anleitung. Davon zu unterscheiden sind Trainingsgeräte, die dieselbe Technik ohne medizinische Zweckbestimmung nutzen.

Der Unterschied zu TENS

TENS steht für transkutane elektrische Nervenstimulation und wird häufig mit NMES verwechselt, weil beide mit Elektroden auf der Haut arbeiten. Das Ziel ist ein anderes: TENS reizt sensible Nerven und löst keine Trainingskontraktion aus. NMES zielt auf den motorischen Nerv und damit auf die Muskelkontraktion.

Was sich spüren lässt

Ein Kribbeln zu Beginn, dann ein Ziehen im Muskel, dann die Kontraktion selbst. Die Intensität wird üblicherweise langsam gesteigert, bis eine deutliche, aber angenehme Kontraktion entsteht. Schmerz ist kein Ziel und kein Maßstab.

Vor jeder Anwendung stehen die Ausschlussgründe. Nicht anwenden bei Herzschrittmacher oder anderen implantierten elektronischen Geräten, bei Epilepsie, in der Schwangerschaft und bei akuter Nervenkompression. Maßgeblich ist die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Geräts. Wer eine Vorerkrankung hat, sollte die Nutzung vorher ärztlich abklären.

Die Grenzen der Aussage

Neuromuskuläre Elektrostimulation ist ein Verfahren, kein Produktversprechen. Was ein einzelnes Gerät bewirkt, hängt von seiner Bauart, den Parametern, der Elektrodenlage und der Anwendung ab. Aus der Tatsache, dass ein Gerät mit NMES arbeitet, folgt für sich genommen kein Ergebnis.

Ebenso wichtig: Das Verfahren ist nicht für alle geeignet. Wer sich dafür interessiert, sollte die Anwendungshinweise des jeweiligen Geräts lesen und bei Vorerkrankungen vorher ärztlichen Rat einholen.

Zur Einordnung in eigener Sache: Der Wellenpuls LWS ist kein Medizinprodukt, sondern ein Trainingsgerät.

Wie ein betriebliches Rückenangebot dieses Verfahren einsetzt, steht auf der Seite zu Wellenpuls Rückenfrei.

Der Wellenpuls LWS ist kein Medizinprodukt, sondern ein Trainingsgerät. Die neuromuskuläre Elektrostimulation ist nicht für alle geeignet. Nicht anwenden bei Herzschrittmacher oder anderen implantierten elektronischen Geräten, bei Epilepsie, in der Schwangerschaft und bei akuter Nervenkompression. Maßgeblich ist die Gebrauchsanweisung, die jedem System beiliegt. Wer eine Vorerkrankung hat, sollte die Nutzung vorher ärztlich abklären. Weitere Anwendungshinweise stehen auf der Produktseite von Wellenpuls LWS.